GRÜNES IMPULSPROGRAMM FÜR DIE FREIBURGER WIRTSCHAFT

Die Grüne Partei Freiburg hat vor kurzem ihren Vorschlag für einen Konjunkturfonds für ökologische Investitionen präsentiert. Nun reicht sie ein Impulsprogramm mit konkreten Massnahmen zur mittel- und langfristigen Erhaltung und Schaffung von lokalen Arbeitsplätzen sowie Leitlinien zum nachhaltigen Strukturwandel nach. Das Papier dient den Grünen als Grundlage für Vorstösse auf Kantons- und Gemeindeebene.

Der erweiterte Vorstand der Grünen Freiburg hat im Juni ein Papier zu einem grünen Impulsprogramm verabschiedet. Dieses enthält konkrete Massnahmen, welche zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen und den notwendigen Strukturwandel im Kanton so gestalten, dass unsere Gesellschaft resilienter gegenüber künftigen Krisen wird. Dabei gilt es sicherzustellen, dass die Massnahmen zur Erreichung der Umwelt- und Klimaziele beitragen. Das Papier ist in verschiedene Themen gegliedert.

Die Stärken Freiburgs nutzen

Der Kanton Freiburg ist in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung, Tourismus und Bau führend. All diese Wirtschaftszweige sind von der Krise stark betroffen und benötigen Unterstützung, um resilienter gegenüber künftigen Krisen zu werden. So soll zum Beispiel die Freiburger Landwirtschaft dabei unterstützt werden, ihre Produktion zu diversifizieren und eine Qualitätsstrategie im Sinne einer möglichst umwelt- und klimaverträglichen Landwirtschaft, insbesondere bei tierischen Produkten, umzusetzen.

Mit der Förderung eines nachhaltigen, sanften und lokalen Tourismus, der Rücksicht auf Umwelt und Natur nimmt, können der Freiburger und Schweizer Bevölkerung lokale Ferien- und Ausflugsdestinationen angeboten werden.

CO2-Neutralität des Kantons spätestens bis 2030 umsetzen

Der Kanton hat grosse Anstrengungen unternommen, um die Bevölkerung vor Covid-19 zu schützen. Nun muss er sein Impulsprogramm so ausgestalten, dass es auch zum Schutz der Bevölkerung vor den grossen Risiken der Umwelt- und Klimakrise beiträgt. Alle Massnahmen müssen deshalb die Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Der Kanton muss seinen Klimaplan zu einer Strategie netto null bis 2030 machen. Dabei müssen die Gebäudesanierung und die innovative Forschung in diesem Bereich massiv vorangetrieben werden oder regionales Holz als Baumaterial wo immer möglich favorisiert wird.

Lenkungsmechanismen oder die steuerliche Entlastung von CO2-neutralen Firmen sollen Wirtschaft und Bevölkerung motivieren, beschleunigt ökologische Investitionen zu tätigen.

Als gutes Beispiel vorangehen

Der Staat trägt für die nachhaltige Entwicklung auf seinem Gebiet eine besondere Verantwortung. Die Grünen schlagen vor, dass er als Arbeitgeber bei all seinen Aktivitäten vorbildliche Massnahmen umsetzt. Dafür braucht es zum Beispiel ein nachhaltiges Beschaffungswesen oder eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs.

 

Hier das ganze Impulsprogramm.